Ja — der SLS-3D-Druck ist industriell ausgereift für Serien von 10 bis 100.000+ Stück pro Jahr. Parts on Demand betreibt 11 industrielle Maschinen parallel (3x EOS P500 Dual-Laser + 7x EOS P396 + 1x EOS P110), mit Rückverfolgbarkeit, Qualitätskontrolle und Lieferzeiten ab 3 Werktagen — auch für wiederkehrende Chargen.
Warum Serienproduktion mit SLS funktioniert
SLS ist prozessseitig reif für die Serienproduktion, weil der Drucker ein geschlossenes thermisches System ist: Laser, Betttemperatur und Umgebungsheizung sind geregelt. Resultat: Druck-zu-Druck-Wiederholbarkeit innerhalb von ±5 % bei mechanischen Eigenschaften und innerhalb von ±0,1-0,3 mm bei Maßen. Für die meisten industriellen Toleranzen reicht das.
Wichtiger noch: Bei SLS gibt es kein Tooling. Eine Serie von 10 Bauteilen und eine Serie von 10.000 Bauteilen nutzen dieselbe digitale Produktionsdatei. Designänderungen zwischen Chargen gehen direkt in Produktion — kein Tool-Rework, keine NRE-Kosten pro Revision. Für Branchen, in denen das Design evolviert (Medizingeräte, Landwirtschaft, Robotik-Aftermarket), ist das ausschlaggebend.
Für regulierte Anwendungen bieten wir PA12 Blue MD mit FDA + EC1935/2004 Dokumentation. Pro Charge liefern wir ein Certificate of Analysis mit Materialrückverfolgbarkeit und Produktionsparametern.
Wie skaliert Parts on Demand die Serienproduktion?
Unsere Kapazität: 11 industrielle EOS-Maschinen. Drei EOS P500 Dual-Laser-Systeme für große Serien (Bauvolumen 500x330x400 mm pro Stück), sieben EOS P396 für mittlere Serien (340x340x600 mm) und eine EOS P110 für kleine schnelle Chargen.
Der P500 Dual-Laser betreibt zwei Laser parallel und halbiert so die Bauzeit gegenüber einer Single-Laser-Maschine. Das macht Serien von 1.000-10.000+ Stück pro Jahr wirtschaftlich tragfähig, ohne pro Bauteil Verlust auf Maschinenstunden zu machen.
Für größere Jahresvolumen (10.000-100.000+) setzen wir PA 950 HD ein: Dieses Material ist auf hohe Pulver-Wiederverwendung (bis zu 80 %) optimiert, was die Materialkosten pro Bauteil um rund 35 % senkt. Typischer Einsatz: industrielle Halterungen, Gehäuse, Kanäle, Verteiler.
Wann ist SLS nicht die richtige Wahl für Serien?
SLS ist nicht die richtige Wahl für:
- Serien über 100.000 Stück pro Jahr bei stabilen Designs — dort gewinnt Spritzguss bei den Stückkosten
- Bauteile, die in PC, ABS, PP oder glasklar gefertigt sein müssen — diese Polymere sind nicht als SLS-Pulver verfügbar
- Sehr dünne Wände unter 0,8 mm — SLS hat eine Mindestwanddicke aufgrund der Pulverbett-Mechanik
- Hohe Oberflächenanforderungen (Hochglanz wie geliefert) — SLS-Bauteile haben standardmäßig eine leicht körnige Oberfläche
- Toleranzen enger als ±0,1 mm — diese erfordern CNC-Nachbearbeitung oder ein anderes Verfahren
In einigen dieser Fälle arbeiten Kunden mit einer Hybridstrategie: SLS für erste Chargen, Spritzguss sobald das Design stabil ist und das Volumen es rechtfertigt.