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Kann ich ein defektes oder nicht mehr lieferbares Bauteil nachfertigen lassen?

Ja — Parts on Demand fertigt regelmäßig Ersatzteile für Maschinen, Oldtimer, Weißware und industrielle Anlagen nach. Senden Sie uns eine STEP-Datei, eine Zeichnung oder sogar ein Foto mit Maßen, und wir drucken es in einem passenden SLS-Material nach. Lieferzeit ab 3 Werktagen, ohne Mindestabnahme: Auch Einzelteile sind willkommen.

3 Werktage Ab Lieferzeit
1 Stück Keine Mindestbestellmenge
STEP/STL/Foto Akzeptierte Eingabe
7 Polymere verfügbar

Vom physischen Bauteil zum Druck

Der ideale Startpunkt ist eine STEP-Datei. Ist diese nicht verfügbar, arbeiten wir mit:

  • Einer 2D-Zeichnung mit Maßen — unsere Ingenieure modellieren dann in CAD
  • Einem physischen defekten Bauteil — wir scannen vor Ort oder verweisen an ein Scan-Büro
  • Fotos mit Messwerten — geeignet für einfache Geometrien (Clips, Knöpfe, Halterungen)
  • Dem alten Exemplar samt Markierungen — Typ/Seriennummer wo möglich

3D-Scannen liefert ein Mesh (STL), das wir oft in parametrisches CAD zurückführen, um es druckbar zu machen — durch Verschleiß deformierte Features werden korrigiert. Rechnen Sie mit 0,5-2 Werktagen für Reverse Engineering plus Standard-Druckzeit.

Welche Materialien ähneln dem Original?

Für die meisten Ersatzteile verwenden wir PA12 als Standard: Es passt visuell und mechanisch in 80 % der Fälle. Für spezielle Substitute:

  • Nylonteile in älteren Maschinen: PA12 oder PA11 (PA11 ist etwas zäher)
  • ABS-Teile (ältere Konsumentenelektronik, Hobbymaschinen): PA12 passt visuell und mechanisch gut, UV-Beständigkeit unterscheidet sich
  • Gummi/TPE-Dichtungen, Abdeckungen, Führungen: TPU (Shore 88A, 9 MPa)
  • Bauteile mit Lebensmittelkontakt: PA12 Blue MD mit EC1935/2004 + FDA-Dokumentation
  • Hochbelastete Maschinenbauteile: PA802CF oder Carbon LW als Metallersatz

Für Bauteile unter Wärme- oder Chemiebelastung beraten wir abhängig vom Anwendungsfall. Für extreme Bedingungen (>100 °C dauerhaft, aggressive Chemikalien) sind Metalle oder PEEK-Druck nötig — das können wir verweisen.

Wie ist die rechtliche Lage bei Fremdteilen?

Für eigene Designs: kein Problem, Sie sind IP-Eigentümer. Für Drittanbieter-Bauteile — etwa ein Zahnrad aus einer Produktionsmaschine des Herstellers X — wird es nuancierter:

  • Rein mechanische Bauteile (Montage-Clips, Halterungen, Maschinenelemente) ohne spezifische Designmerkmale dürfen üblicherweise nachgefertigt werden
  • Für Bauteile mit Designpatenten, Urheberrecht (dekorativ) oder Markenkennzeichnungen sind Sie als Auftraggeber für die Prüfung der IP-Rechte verantwortlich
  • Wir fertigen keine Bauteile für funktionale Sicherheitssysteme ohne Validierung durch den Endnutzer

Im Zweifel: Sagen Sie uns, woher das Bauteil stammt und was die Anwendung ist. Wir helfen mit einer Go/No-Go-Einschätzung.