SLS (Selective Laser Sintering) ist industrieller 3D-Druck ohne Werkzeuge oder Fräsen. Ein Laser schmilzt Schichten Kunststoffpulver zu Ihrem Endprodukt zusammen. Das umliegende Pulver wirkt als eingebaute Stütze. Ergebnis: komplexe Geometrie, interne Kanäle und Überhänge ohne Stützstrukturen.
So baut der Drucker Ihr Bauteil auf
Sie laden ein STEP oder STL hoch. Unsere Slicing-Software platziert es virtuell im Bauvolumen, zusammen mit anderen Bauteilen. Ein voller Baujob druckt so zehn bis hunderte Stücke gleichzeitig.
Das Bett steht auf 170-175 °C, knapp unter dem Schmelzpunkt von PA12. Eine dünne Pulverlage wird aufgetragen. Der CO₂-Laser zeichnet die Form Ihres Bauteils auf die Lage. Das Pulver schmilzt zu einer festen Masse. Plattform senkt 0,1 mm, neue Lage, erneut.
Das wiederholt sich tausendfach. Nach dem Abkühlen graben wir das Bauteil aus dem Pulverkuchen und sandstrahlen es sauber.
Was SLS einzigartig macht
Zwei Eigenschaften. Eins: Das Pulverbett ist eingebaute Stütze. Überhänge, interne Kanäle und Gitter gelingen ohne Stützen. FDM und SLA benötigen immer Stützstrukturen, die Sie später entfernen müssen.
Zwei: SLS-Bauteile sind isotrop. Die Festigkeit ist in jeder Richtung gleich. FDM-Drucke haben 30-50 % schwächere Schichthaftung. Für Bauteile, die in mehreren Richtungen belastet werden oder unvorhersehbar orientiert sind, ist das entscheidend.
Was wir auf unseren Maschinen drucken
11 EOS-Maschinen (3× P500 Dual-Laser, 7× P396, 1× P110) verarbeiten jährlich zehntausende Bauteile. Typische Anwendungen: funktionale Prototypen in PA12, Strukturhalterungen in Carbon LW, Schnappverbindungen in PA11, lebensmittelechte Bauteile in PA12 Blue MD. Für große Serien: PA 950 HD, durchgängig schwarz mit 35 % niedrigeren Stückkosten.