Standard-SLS-Toleranzen bei uns: ±0,15 mm auf Maße bis 100 mm, ±0,2-0,3 mm auf 100-300 mm, ±0,3-0,5 mm darüber. Abhängig von Geometrie, Orientierung und Material. Für enger (±0,05 mm) auf kritischen Zonen: CNC-Nachbearbeitung. Faserverstärkte Materialien (Carbon LW, PA802CF) haben leichte Anisotropie.
Was die Toleranz bestimmt
Vier Faktoren.
Bauteilgröße – Größer = mehr thermische Schrumpfung und Streuung.
Wandstärken-Uniformität – Stark variierende Dicken schrumpfen beim Abkühlen unterschiedlich.
Orientierung – Horizontale Maße sind meist etwas genauer als vertikale.
Material – PA12 ist am vorhersehbarsten. Faserverstärkte Materialien wie Carbon LW und PA802CF haben leichte Anisotropie, wodurch Festigkeit und Schrumpfung pro Richtung variieren.
Wie Sie engere Toleranzen bekommen
Für toleranz-sensible Zonen (Presspassungen, Zahnräder, Lagersitze): CNC-Nachbearbeitung erreicht ±0,05 mm oder besser. Wir bieten das als optionalen Schritt nach SLS.
Alternativ: Übermaß auf kritischen Zonen modellieren (z. B. +0,3 mm) und nachfräsen. Für Gewindeverbindungen: Heat-Set-Inserts (Metall in Polymer) statt Gewindeschnitt.
Unsere Ingenieure beraten, welche Zonen Toleranzoptimierung lohnt und welche innerhalb SLS-Toleranz bleiben können.
Was wir während der Produktion sichern
Pro Produktionscharge: Stichprobenkontrollen auf kritische Maße. Für große Serien empfehlen wir eine Testserie von 20-100 Stück. Fängt Orientierungseffekte und Druck-zu-Druck-Streuung ab, bevor Sie eine große Bestellung platzieren.
Für zertifizierte Anwendungen (Medizingeräte, Lebensmittelkontakt): Certificate of Analysis pro Charge mit Stichprobenmessungen und Material-Los-Rückverfolgung. Ihre Qualitätsabteilung integriert unsere Messergebnisse in die Eingangskontrolle.