Ja, sofern Sie SLS-Toleranz (±0,15-0,3 mm) im Design berücksichtigen. Für die meisten industriellen Baugruppen mit Passungen H8/f7 oder lockerer funktioniert SLS ohne Nachbearbeitung. Engere Passungen (H7/g6, Presspassungen): CNC-Nachbearbeitung der Kontaktflächen. Wir drucken täglich Ersatzteile und Varianten für bestehende Produktionslinien. Markieren Sie, welche Maße kritisch sind.
Welche Passungen SLS direkt beherrscht
Standard-Industriepassungen bis H8/f7 (ISO-Toleranz IT9 und lockerer) funktionieren ohne Nachbearbeitung. Beispiele:
- Gewindelöcher mit Heat-Set-Inserts (Metall in Polymer, standardmäßig maßstabil)
- Lagersitze für gängige Größen (z. B. für 608-Lager)
- Pass-Aussparungen für Stifte oder Wellen mit etwas Spiel
- Schnappverbindungen (wo Sie sowieso Spiel wollen)
Für diese Passungen können Sie unsere Standard-SLS-Toleranz in Ihre Baugruppen-Toleranzanalyse mitnehmen.
Wann Sie CNC-Nachbearbeitung brauchen
Enge Presspassungen (H7/g6), High-Precision-Lagersitze und kritische Passflächen verlangen ±0,05 mm oder besser. Für diese Zonen: CNC-Nachbearbeitung an den spezifischen Flächen nach SLS.
Wir bieten es als optionalen Schritt. Sie modellieren Übermaß auf den kritischen Flächen (z. B. +0,3 mm auf Wellendurchmesser), wir drucken und fräsen sie nach.
Alternativ: Metall-Inserts, Lager oder Buchsen, die Sie ins Polymer einpressen. Toleranz sitzt im Metallteil, nicht in der SLS-Print.
Praktische Herangehensweise für komplexe Baugruppen
Für Bauteile, die in eine bestehende Baugruppe passen müssen: Test-Print vor Serie. 3-5 Stück drucken, Passform in echter Baugruppe prüfen, kritische Maße messen.
Basierend darauf CAD anpassen (z. B. Loch +0,1 mm größer oder Welle -0,1 mm kleiner) bevor Sie eine große Bestellung platzieren.
Für Kunden, die reguläre Ersatzteile bestellen: wir legen die Toleranz-Feinabstimmung im CAD-Bestand fest. Folgende Drucke kommen direkt einsatzbereit aus dem Drucker.