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Wieviel Spiel zwischen beweglichen 3D-gedruckten Teilen?

Für bewegliche Teile in SLS: 0,3-0,5 mm Spiel. Genug, um SLS-Toleranz aufzufangen und das Teil nach dem Entpudern glatt bewegen zu lassen. Präzisionspassungen (Presspassungen, Führung, Präzisionsscharniere): 0,2 mm möglich mit sorgfältigem Design. Print-in-Place-Mechanismen (Ein-Druck-Scharniere, Ratschen): 0,5 mm funktioniert besser.

0,3-0,5 mm Standardspiel
0,2 mm Minimum Präzisionspassung
0,5 mm Print-in-Place-Mechanismen
±0,1-0,3 mm SLS-Toleranz
5 mm Pulver-Auslassöffnung

Warum Sie Spiel brauchen

SLS hat ±0,1-0,3 mm Maßtoleranz. Konstruieren Sie eine Baugruppe, wo Teil A in Teil B passt (beide gedruckt), kann die Gesamtabweichung 0,4-0,6 mm erreichen. Ohne Spiel passen die Teile nicht.

SLS-Oberflächen haben eine leichte Körnung (Ra 10-15 µm), die Reibung bei engen Passungen gibt. Und Entpudern (loses Pulver herausbekommen) braucht sichtbaren Freiraum.

Spiel pro Anwendung

Scharniere zum Nach-Druck-Zusammenklipsen – 0,3-0,4 mm im Stift-Loch.

Presspassungen mit leichter Handkraft – 0,2 mm Untermaß auf der Welle, mit sorgfältigem Design und Post-Processing bedacht.

Führungen wo ein Teil entlangschiebt – 0,3-0,5 mm für glatte Bewegung ohne Klappern.

Bolzen- oder Schraubenlöcher – 0,3-0,5 mm größer als der Bolzendurchmesser.

Print-in-Place-Mechanismen (z. B. Zahnräder als ein Stück) – 0,5 mm Minimum, plus große Auslassöffnung.

Wo Sie mehr oder weniger Spiel geben können

Prototyp-Iterationen: großzügig starten (0,5 mm), in späteren Versionen enger. Bauteile nach CNC-Nachbearbeitung: enge H7/g6-Passmaße erreichbar, wenn Sie die Passflächen als “Übermaß” markieren.

Bauteile ohne Nachbearbeitung: 0,3 mm ist ein sicherer Standard für die meisten Anwendungen. Unsere Ingenieure schauen gern in der DfAM-Prüfung mit, ob Ihre Toleranzen realistisch für die gewünschte Funktion sind.