Wählen Sie SLS, sobald Sie mechanische Festigkeit, Zähigkeit oder höhere Temperaturbeständigkeit brauchen. SLS-PA12 erreicht 45 MPa, isotrop und zäh. SLA-Harz ist meist spröder (10-70 MPa je nach Harz), UV-empfindlich und weniger zäh. SLA gewinnt bei Ästhetik: glattere Oberflächen direkt aus dem Drucker, Details unter 0,1 mm.
Wo SLS gewinnt
SLS-Bauteile sind funktionale Werkstücke. Sie können sie schrauben, klipsen, biegen (PA11 bis 31 % Bruchdehnung) und dauerhaft belasten, ohne dass sie reißen.
SLA-Bauteile sind typisch spröde: brechen bei Schlag, verfärben sich unter UV, verschlechtern sich in der Sonne oder bei erhöhter Temperatur. Gut für einen Prototyp, den Sie einem Kunden zeigen. Nicht für Bauteile, die wirklich benutzt oder in Produktion laufen.
Wo SLA gewinnt
Für sehr feine Detailwiedergabe (Modellbau, Schmuck, dentale Anwendungen, ästhetische Design-Elemente) ist SLA überlegen. Die Oberflächenqualität direkt aus dem Drucker nähert sich Spritzguss.
Wenn Ihre Priorität visuell ist und das Bauteil nicht mechanisch belastet wird, ist SLA oft die bessere Wahl bei einem spezialisierten Partner. Wir fokussieren auf SLS, weil es funktional ist; für ästhetisches SLA verweisen wir weiter.
Entscheidungsbaum
Fragen Sie sich: wird das Bauteil verwendet oder nur angeschaut? Muss es in eine Baugruppe passen oder Last tragen? Muss es Temperatur, UV oder Chemikalien widerstehen? „Ja” bei einer dieser Fragen: SLS.
Suchen Sie ein Fotoshoot-Modell, einen detail-genauen Prototyp oder einen feinen Inspektionsgriff? SLA. Grenzfall? Ein SLS-Druck mit Vibro-Politur genügt oft für ästhetische Anforderungen und behält alle mechanischen Vorteile.